Wetter | Flensburg
5,6 °C

Stadtportrait Flensburg – beliebtes Urlaubs- und Reiseziel

Stadtportrait Flensburg – beliebtes Urlaubs- und Reiseziel

 Flensburg besitzt ohne Zweifel eine herausragende Position: Ganz oben im Norden Deutschlands angesiedelt, lässt sich unsere Stadt auch gut und gern als Tor zu Dänemark bezeichnen. Allerdings ist sie natürlich weit mehr als das und deshalb müssen Urlauber gar nicht erst weiter Richtung Skandinavien reisen, um auf ihre Kosten zu kommen.

Flensburg gehörte übrigens über viele Jahre hinweg zu Dänemark und gesellte sich erst 1894 zum Land Preußen. Die berühmte Flensburger Brauerei eröffnete übrigens nur sechs Jahre vorher. Dänische Kulturvereine und die regelmäßig erscheinende dänische Tageszeit zeugen noch heute von einer gar nicht so weit entfernten Vergangenheit. Erhalten haben sich auch die mittelalterlichen Altstadtgassen und weitläufigen Plätze sowie die dicht an dicht stehenden historischen Kaufmannshöfe auf ihren schmalen, länglichen Grundstücken. Die berühmte Backsteingotik gerät ebenfalls ins Visier des Betrachters; die Fußgängerzone, die sich vom Südermarkt zum Nordertor erstreckt, schmückt sich mit einigen prächtigen Bauten.

 

Flensburg
Photo by fleno.de, CC BY-SA 2.0

 

Einziges Bundesland mit eigener Casino-Lizenz

Heute sammelt Flensburg weniger durch seine Architektur, sondern vielmehr auf dem Gebiet der Digitalisierung in Schleswig-Holstein fleißig Punkte. Im gesamten Bundesland hat sich eine starke Start-up-Szene auf dem Online-Sektor entwickelt und fast jede Idee wird gefördert. So ist Schleswig-Holstein beispielsweise das einzige Land in Deutschland mit einer offiziellen Lizenz für Online-Casinos. Unternehmen, die diese Lizenz besitzen, dürfen ihr Angebot in ganz Schleswig-Holstein frei entfalten. Neben der Lizenzierung in Schleswig-Holstein existiert noch eine europäische Lizenz für Online-Casinos wie BetWay, wie sie die Malta Gaming Authority ausgibt. Diese ist sogar für ganz Deutschland gültig und nicht nur auf ein Bundesland beschränkt. So kann es also auch durchaus Besonderheiten hinter den Flensburger Kulissen geben, die gar nicht so offensichtlich sind.

Rum und Zucker haben ihre Spuren hinterlassen
Aber kehren wir zurück zum direkt Sichtbaren: Die Stadt liegt an der Förde, ihre Verbindung zur Seefahrt ist seit Jahrhunderten eng geknüpft. Heute besitzt der Hafen allerdings nicht mehr dieselbe große Bedeutung wie im 18. Jahrhundert, als regelmäßig Frachtschiffe aus der Karibik ankamen, die Rum und Rohrzucker entluden. Damals avancierte Flensburg zu einer Art Hauptstadt des Rums und der groß angelegten Zuckerverarbeitung. Heute verfügt unsere Stadt über das einzige Rum-Museum ganz Deutschlands, außerdem hat sich eine feste Rum-und-Zucker-Meile etabliert. Schilder weisen Neugierigen den Weg zu insgesamt 20 Stationen inmitten der Altstadt, die von den fernen, großen Seefahrerjahren künden.

 


Photo by fleno.de from Flensburg, CC BY-SA 2.0

 

Hafen-Ambiente mit historischer Kulisse
Der Flensburger Hafen entfaltet noch immer ein herrlich maritimes Flair, das sich auszutesten lohnt. Er grenzt an den alten Stadtkern und besitzt eine entsprechend historische Kulisse. Im Sommer bietet es sich an, auf einem der Ausflugsschiffe Platz zu nehmen, um zu Wasser die Förde zu erkunden. Ein Abstecher nach Dänemark ist immer mit "drin", wenn genügend Zeit dafür bleibt. Im historischen Hafen liegen regelmäßig schicke Jachten vor Anker, in direkter Nachbarschaft zu deutlich älteren, nostalgischen Kuttern. Wer mag, entert den Salondampfer "Alexandra", der seit mehr als 110 Jahren über die Wellen schippert und immer noch genügend Puste zur Verfügung hat.

Spätestens jetzt ist klar, dass Flensburg weit mehr zu bieten hat als das leidige Punkteregister. Einmal im Jahr geht es sogar richtig rund: Dann findet am Wochenende nach Himmelfahrt die Rum-Regatta statt, die weniger mit Wettbewerb als vielmehr mit gemütlicher Geselligkeit zu tun hat. Aus dem gesamten Norden Europas reisen zu diesem Anlass historische Gaffel-Segelschiffe an, die gemeinsam durch die Förde kurven, um danach in Flensburg vor Anker zu gehen. Im Hafen lockt zur Preisverteilung ein rauschendes Fest, zu dem alle eingeladen sind, ob Einheimische, Segler oder Touristen. Der Erstplatzierte der Regatta geht traditionell leer aus, während der Vizemeister eine große Flasche Raum absahnt. Die anderen Teilnehmer erhalten die seltsamsten Preise: Das kann man nicht erzählen, das muss man gesehen haben!

Photo by 558124, Pixabay Licence

 

Entspannen am Strand von Solitüde
Flensburg ist sicher nicht der Badeort schlechthin, aber immerhin steht genügend Wasser zur Verfügung und im Sommer scheint auch mal kräftig die Sonne. Der wohl schönste Strand befindet im Norden des Stadtteils Mürwik, er trägt den Namen Solitüde. Dort warten nicht nur feiner Sand und flache Dünen auf die eifrigen Sonnenanbeter, sondern auch ein ziemlich gutes italienisches Restaurant sowie eine gut gepflegte Minigolfanlage. Spätestens jetzt sind wir im Urlaub im angekommen und genießen den Aufenthalt in vollen Zügen, nicht wahr?

Teile diesen Artikel: