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Nicht nur zur Faschingszeit: Mit Legal Highs und Co. hinterm Steuer?

Nicht nur zur Faschingszeit: Mit Legal Highs und Co. hinterm Steuer?

In der Faschingszeit werden auf Flensburgs Straßen und in der gesamten Region vermehrt Polizeikontrollen durchgeführt, denn während der „tollen Tage“ schlagen viele Menschen über die Stränge und steigen nicht selten auch alkoholisiert hinters Steuer. Das ist selbstverständlich nicht nur zum Fasching eine schlechte Idee, denn betrunkenes Fahren stellt ein großes Sicherheitsrisiko für den Fahrer selbst und alle andere Beteiligten dar. Kein Wunder, dass die Strafen recht hoch ausfallen können, wenn man von der Polizei angehalten wird. Aber wie sieht es eigentlich mit den sogenannten Legal Highs im Straßenverkehr aus?

Wer alkoholisiert mit dem Auto unterwegs ist und in eine Polizeikontrolle gerät, muss mit teils empfindlichen Strafen rechnen. So drohen sieben Punkte in Flensburg, eine Geldstrafe und der Entzug des Führerscheins. Je nach Promillepegel ist auch eine Freiheitsstrafe denkbar, besonders bei Wiederholungstätern. Aber nicht nur Alkohol kann eine Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Auch die sogenannten Legal Highs können die Reaktionsfähigkeit und das Konzentrationsvermögen von Autofahrern deutlich beeinträchtigen. Diese psychoaktiven Substanzen sind im Gegensatz zu illegalen Drogen nicht gesetzlich verboten – was aber nicht bedeutet, dass es ungefährlich ist, sich nach dem Konsum derselben hinters Steuer zu setzen.

Legal Highs, das sind sogenannte neue psychoaktive Substanzen, die als legale Alternative zu Drogen wie Cannabis, Heroin und Kokain vornehmlich im Internet angeboten werden. „Legal“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Erwerb, der Besitz und der Konsum nicht straffrechtlich verfolgt werden. Es gibt eine Liste mit Substanzen, die nicht in den Legal Highs enthalten sein dürfen, da diese unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Meist werden die Pulver, Liquids und Rauchmischungen online angeboten. Sie versprechen einen ungefährlichen und legalen Rausch, der je nach Mischung dem illegaler Drogen gleicht: Beruhigend, aufputschend oder einfach nur berauschend; für jede Vorliebe ist das passende Präparat vorhanden.

Das Problem bei Badesalzen und Co. liegt darin, dass Konsumenten nicht nachvollziehen können, welche Substanzen tatsächlich in den Legal Highs enthalten sind. So kann auch die Wirkung im Vorfeld nicht abgeschätzt werden. Das Teilnehmen im Straßenverkehr unter dem Einfluss von Legal Highs birgt entsprechende Risiken. Je nach verwendeter Mischung können Konsumenten etwa langsamer reagieren oder risikobereiter werden: Unfälle sind dann oftmals vorprogrammiert.

Wer unter dem Einfluss von Legal Highs am Steuer erwischt wird, muss allerdings kaum mit Konsequenzen rechnen. Die synthetischen Mischungen können mit gängigen Drogentests kaum nachgewiesen werden, auch wenn die Wirkung oftmals nicht zu übersehen ist. Nur mit umfangreichen Bluttests lässt sich beweisen, ob Legal Highs konsumiert wurden oder nicht. Statistiken über den Zusammenhang zwischen dem Konsum von psychoaktiven Substanzen und Verkehrsunfällen gibt es dementsprechend nicht. Experten raten aber dazu, die Wirkungen der Legal Highs nicht zu unterschätzen und ebenso wie bei Alkohol und illegalen Drogen besser nicht ins Auto zu steigen und selbst zu fahren.

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