St. Laurentiuskirche Munkbrarup

St. Laurentiuskirche Munkbrarup

St. Laurentiuskirche Munkbrarup

Über St. Laurentiuskirche Munkbrarup:

n der Spätgotik (wohl 15. Jh.) brach man die Apsis ab und baute den Turm (Giebel und Dach 1936/37) und das Vorhaus an. In den unteren Schichten dieser Bauteile sieht man noch gekrümmte, profilierte Sockelsteine der Apsis. Die Blendnische um die Fenstergruppe der spätgotischen Ostwand ist mit Gesimsteilen und Kämpferstücken mit Köpfen von der Apsis verziert.

1565 brannte die Kirche durch Blitzschlag ab. 1582 ließ Herzog Hans der Jüngere, dem nach der Auflösung des Rüdeklosters das Patronat zustand, sie durch seine Baumeister Nikolaus Karies vom Schloss Glücksburg und Peter Castella, Sonderburg, wiederherstellen. Der Raum erhielt dabei rundbogige Kreuzgratgewölbe, zwei ohne trennenden Gurt auf derben Rundpfeilern im Schiff, eines im Chor. Es entstand ein weiter, relativ niedriger und durch den weißen Anstrich etwas nüchtern wirkender Renaissanceraum.

Über dem gemauerten Altar hängt heute das eindrucksvolle Triumphkreuz vom Ende des 15. Jh. Seine Größe und außerordenliche Qualität lassen vermuten, daß es aus der abgebrochenen Abteikirche des Rudeklosters stammt. Der seit 1937 an der Nordwand hängende Altaraufsatz der Renaissance umschließt ein reizvolles Hausaltärchen. Es entstand im dritten Viertel des 16. Jh. in den Niederlanden und enthält vorzügliche Alabasterreliefs der Dreifaltigkeit und der Auferstehung.

Ein wohl zur Schleswiger Granitbauhütte gehöriger Meister schuf in sehr persönlicher Auffassung um 1200 die mächtige Granittaufe. Über den Zinnen seines romanischen Palastes erscheint ein König, in urtümlicher Dramatik kämpfen vier Männer mit einem riesigen, das Böse symbolisierenden Löwen.

Die Spätrenaissancekanzel mit vier Brüstungsreliefs ist eine Arbeit der Flensburger Ringeringwerkstatt von Anfang des 17. Jh.. Holländischen Einfluß zeigt das Ölbild: Salome mit dem Kopf des Johannes aus der ersten Hälfte des 17. Jh.. Aus dem späten 17. Jh. stammen die Bilder der Pastorenfamilie Valentiner (mit totgeborenem Kind) und des Pastors Fabricius. Den schönen barocken Orgelprospekt schuf Johann Daniel Busch in Itzehoe 1740, das Werk wurde im 19. Jh. von Marcussen und Hansen gebaut.

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St. Laurentiuskirche Munkbrarup
An der Kirche 3
24960 Munkbrarup
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